Krematorium II und III (6. Berliner Kunstsalon)

Die Lethe-Bomben im Berliner Umspannwerk (22.-27. September 2009).

Der Ausstellungskatalog des Berliner Kunstsalons

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Alle Fotos: Peter Conrad

2 Bomben auf Krematorium II und III hätten die Tötungskapazität um 75 % dezimiert.

Sind wir bereit, zur Verhinderung von Genoziden Kriege zu führen? - Das Schweigen eines Kartells aus Intelligenz, Presse und Politikern führt dazu, dass diese Frage im Ernstfall nebenbei entschieden oder „aus Versehen“ beantwortet wird. Das ZPS vermisst jede ernsthafte politische Willensbildung in dieser Frage. Was sind wir bereit, zur Verhinderung von Genozid zu unternehmen?

Das Zentrum für Politische Schönheit wendete sich auf der innovativsten Messe für junge Kunst erstmals mit einer Ausstellung dem Holocaust zu. Thema ist die Frage: Warum wurde Auschwitz nicht bombardiert?

Eine Frage, die auch für die anderen NS-Vernichtungslager gilt.


Im April 1944 entkamen Rudolf Vrba und Alfred Wetzler aus Auschwitz. Ihr Bericht erreichte alle westlichen Hauptstädte.  Aber von Erschütterung keine Spur. Nach Juli 1944 sprach man zwar hinter vorgehaltener Hand nicht länger von "Arbeitslagern".

Aber die Krematorien in Birkenau (wie anderswo) blieben unangetastet. Die Zerstörung von Krematorium II und Krematorium III in Birkenau hätte die „Tötungskapazität“  von Auschwitz um mindestens 75 % dezimiert. Auch die Bahnstrecken zwischen Ungarn und Polen blieben unangetastet. Ohne sie hätten Deportationen solchen Ausmaßes nicht stattfinden können.

Ab Juli 1944 bombardierte die alliierte Luftwaffe alle möglichen strategischen Ziele, nur nicht das Vernichtungslager.

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