Nina van Bergen
Nina van Bergen
Nina van Bergen ist die informelle Bundeskanzlerin Deutschlands. Zweimal verhaftet, drei Strafanzeigen im Dienste der Humanität.
Alexander Kluge schreibt über eine Frau, die den Bombenangriffen von 1944 mittellos ausgeliefert ist: „Sie hätte vielleicht Mittel gehabt im Jahr 1928, wenn sie sich da noch, vor einer Entwicklung, die dann auf Papen, Schleicher und Hitler zuläuft, mit andern organisiert hätte. Also die Organisationsfrage liegt 1928 und das dazu gehörige Bewußtsein liegt 1944.“ – Gesetzt der Fall, dass die Opferbilanzen des 21. Jahrhunderts die des 20. bei weitem in den Schatten stellen, setzt Nina van Bergen im Zentrum für Politische Schönheit alles daran, das dazu gehörige Bewusstsein für die Gegenwart zu schaffen.
Lebenslauf
Jahrgang 1980, Studium der politischen Theorie, Abschlussarbeit „,Politische Romantik‘ als Folie einer neukonzipierten Anthropologie“, informelle Bundeskanzlerin des Zentrums für Politische Schönheit seit 2009, Verhaftung im „Gedichtsprozeß“. Promotion an der LMU München über „Gefühlspolitik und Begriffsgefühle. Eine Studie zur psychologischen Semantik“.