Vita Ruch

Philipp Ruch, geb. in Dresden, studierte von 2003 bis 2009 bei Prof. Herfried Münkler politische Theorie und bei Prof. Volker Gerhardt Philosophie, daneben Geschichte, Kulturwissenschaft und Germanistik. Zuletzt arbeitete er am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung im Forschungsbereich Geschichte der Gefühle (Prof. Ute Frevert).

Für seine politische Arbeit dankte ihm der bosnische Außenminister in der größten Tageszeitung Bosnien-Herzegowinas Oslobodenje.


Von 2001 bis 2003 leitete er in Zürich die Kinofilm-Kampagnen von Roman Polanskis „Der Pianist“ und Takeshi Kitanos „Dolls“ (Frenetic Films Zürich). Bei der Zwischennutzung des Palasts der Republik in Berlin gründete und kuratierte er 2004 und 2005 das Kunstfilmfestival Die Nacht der 7 Traurigkeiten.

Ruch ist Autor mehrfach gefeierter Experimentalfilme: Über das Verschwinden („Ein Kunstwerk, das Sie entdecken können!“ Polylux, ARD, Sendung vom 17.02.05) und Die Einsamkeit des Angreifers (Jury-Auszeichnung 7. Cellu L‘art Festival Jena).

„Wenn Politik ein Kampf der Worte ist, ist sie letztlich das Geschäft der Poesie.“

Foto: Jessica Wahl

Sprechen Sie ihn besser nicht an auf:

Freud, Weber, Adorno, Habermas.


Sprechen Sie ihn an auf:

Koselleck, Lepenies, Allan Bloom (viel Zeit einplanen), Fukuyama, Hirschman, Günther Anders, Isaiah Berlin, Julien Benda, Bruno Snell (s. unter „Konzept“ Galerie der Säulenheiligen), Nabokov, Saul Bellow, den Einfluss von Schriftstellern auf die Politik, die Semantik von Gefühlen und gezielte Begriffsmorde.


Interviews

STERN: „WIR WOLLEN WEG VON DEN POLITIKVERWALTERN“

BERLINER ZEITUNG: THEATER FÜR DIE GENERATION, DIE NICHTS MEHR WOLLTE

SPIEGEL TV: ERSTER ARBEITSTAG

SWR2: SONDERSENDUNG POLITISCHE SCHÖNHEIT

TAZ: SEHNSUCHT NACH DEM GUTEN LEBEN

KULTURZEIT: DAS ZENTRUM FÜR POLITISCHE SCHÖNHEIT


Veröffentlichungen

Ein Manifest der Menschenrechte. Eine Brandschrift mit vier Thesen über den Umgang der deutschen Medien mit Menschenrechtsthemen, in: Glocalist Nr. 256 (08.02.2010), S. 7-9.

Hobbes' Antwort. Die Seele, der Ruhm und die "Haltung des Krieges", in: Springmann, S./Trautsch, A. (Hrsg.): Was ist Leben? Festgabe für Volker Gerhardt zum 65. Geburtstag, Berlin 2009.

Die Topographie der Gefühle. Landkarten, semantische Ansteckung und die Tektonik der Organe (PDF-Download).

Roger de Weck beschimpfte seine Prognose eines „islamischen Amerikas“ bis zum Ende des 21. Jahrhunderts (in Analogie zum christianisierten römischen Imperium) als „so unsinnig wie ein buddhistisches Russland oder ein christliches Saudiarabien.“

Alexander Kluge lobte seinen Film Über das Verschwinden: „Ich halte die Form für besonders gelungen. Ein Mensch ist des anderen Spiegel - diesen Satz setzen Sie in Bilder um."

Dominik Graf empfahl sein Drehbuch Der gefrorene Moment: „Sie laden Szenen in ihren Splittermomenten auf, sodaß sie ein Patchwork aus Details ergeben.“

Trailer zu „Die Einsamkeit des Angreifers“ (Hybris), 2006.

Meine Erinnerung von Regen (2004)

Über das Verschwinden (2005)

Die Einsamkeit des Angreifers (2006)

Frühwerke

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