„Das wohl spannendste Projekt deutscher Künstler
seit der Gruppe 47.“
fool on the hill
Das Zentrum für Politische Schönheit (ZPS) ist ein Thinktank für moralische Schönheit, politische Poesie und menschliche Großgesinntheit, geleitet von Philipp Ruch. Grundanliegen sind eine humanitäre Kurskorrektur der Gegenwart, die Verhinderung von genozidalem Massensterben und die Formierung des „aggressiven Humanismus“. Das ZPS streitet für die mutigste, bekannteste und ambitionierteste Form von Aktionskunst in Deutschland: Kunst muss weh tun, anklagen, provozieren, reizen. – Die Schönheit rettet die Welt.
Aktionen waren zu sehen auf der Berlin Biennale, im Maxim Gorki Theater, Steirischer Herbst, NGBK, KW Institute for Contemporary Art, Berliner Kunstsalon, Noordkaap Foundation, in erster Linie aber im öffentlichen Raum. Künstlerisches Schlüsselkonzept ist die Retrospektivierung der Gegenwart (Schillers 9. Brief) und die konsequente Analyse der Gesellschaft im Lichte der zukünftigen Geschichtsbücher. Das ZPS verfügt über eine „Chronik des 21. Jahrhunderts“, die von zwei nie dagewesenen Völkermorden in Afrika und Asien kündet, welche die westliche Zivilisation – wie stets – unvorbereitet trafen (in ihrer Terminologie: „völlig überraschend“). Das ZPS ist deshalb auch Mitglied der renommierten Alliance to End Genocide und der International Coalition for the Responsibility to Protect. Projekte wurden von über 40 Institutionen gefördert, darunter die Mothers of Srebrenica, Medico International, Pro Asyl, Heinrich-Böll-Stiftung, Genocide Watch, sowie zwei Bundesministerien, die sich im Zuge der Lady of War-Aktion von ihrer Unterstützung lossagten.
Die Mitglieder des Zentrums für Politische Schönheit sind bei öffentlichen Auftritten an Kohle- und Rußspuren erkennbar. Sie wühlen in den verbrannten politischen Hoffnungen Deutschlands. Hauptarbeitsmaterial ist Kohle.
„Große Visionen und Lebensziele sind den Mitgliedern des Zentrums für Politische Schönheit nicht fremd. Während die Sehnsüchte ihrer Generation um Karriere, Weltreise und Familie kreisen, ist es ihr erklärtes Ziel, Genozide zu verhindern. Nachdem sie dafür nahe liegende Wege wie Entwicklungshilfe, Politik oder Wissenschaft ausgeschlossen haben, lautet die Strategie Aktionskunst.“
taz
„Wofür werden wir stehen, wenn man am Ende des 21. Jahrhunderts auf unsere Zeit blickt? Womit werden wir in die Geschichtsbücher eingehen? Der Gründer hebt die Augenbrauen. ‚Mit der Abwrackprämie? Mit Mindestlöhnen?’ Wenn es so weiter gehe, wohl am ehesten als die Generation, die nichts mehr wollte.“
Berliner Zeitung
"Hoffen wir darauf, dass die alten, reifen Völker Europas nicht nur die Tage des Ruhmes, sondern auch die Nächte der Schande der eigenen Geschichte im Gedächtnis zu behalten imstande sind."
Bogdan Bogdanovic
Politische Schönheit ist moralische Schönheit. καλὸς καὶ ἀγαθός. Diese Namen umreißen die bedeutendsten Akte politischer Schönheit: Varian Fry, Peter Bergson, Eduard Schulte, Simon Wiesenthal, Soghomon Tehlirian, Beate Klarsfeld, Shahan Natalie, Roméo Dallaire, Raphael Lemkin, Georg Eisler, das World Food Programme. – Anstand, politische Verletzlichkeit, Anteilnahme und Erschütterung. Politische Erfahrungen, die in den Begriff eingehen, sind der Kniefall Willy Brandts wie der Rücktritt Christian Schwarz-Schillings im Lichte von Genozid. Das Zentrum für Politische Schönheit zeichnet als Thinktank Wohl- und Großtaten vor und nach.