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„Ruch schreckt mit hyperrealistischen Aktionen die Politik auf. [Es sind die Mittel des Theaters], mit denen Ruch das politische Berlin erst vorführt und dann zum Handeln zwingt.
Für seine ,Handreichung‘ reicht ihm ein Theatersaal nicht aus: Ruchs Bühne ist ganz Berlin, und die Politik inszeniert er gleich dazu. Der gesellschaftliche Konflikt soll nicht nur detonieren, Ruch experimentiert auch mit dessen Lösung.“

Die Welt

Philipp Ruch

Politischer Philosoph und Chefunterhändler des Zentrums für Politische Schönheit. Geboren in Dresden, Studium der politischen Ideengeschichte, Promotion in politischer Theorie über „Ehre und Rache. Eine Gefühlsgeschichte des antiken Rechts“ (bei Prof. Herfried Münkler und Prof. Hartmut Böhme). 2015 erschien Wenn nicht wir, wer dann? Ein politisches Manifest über "toxische" Ideen, die eine humane Selbstachtung unmöglich machen.

Zahlreiche Inszenierungen: GORKI Theater, Berlin Biennale, Schauspiel Dortmund, Steirischer Herbst, NGBK, Theater Neumarkt. Mit der Schockerfahrung der westlichen Handlungsunfähigkeit im Angesicht von Völkermord in Bosnien-Herzegowina und Syrien beschäftigen sich gleich mehrere Aktionen (Bergungsarbeiten auf Lethe, Himmel über Srebrenica, Kindertransporthilfe des Bundes, 2099). 2010 gewann er die Unterstützung der über 6.000 Überlebenden von Srebrenica für das Mahnmalprojekt "Säulen der Schande".

  • „Sein Pathos erinnert an Schiller, sein Provokationspotenzial an Beuys.“

    zitty
  • „Mit radikalen Aktionen ist Philipp Ruch zum bekanntesten deutschen Politikkünstler aufgestiegen.“

    DIE ZEIT

Interviews

„Wenn man das Wort ,Schönheit‘ gegen das Wort ,Politik‘ schlägt, erzeugt man den Funken für eine Revolution.“

Philipp Ruch

Bücher

Wenn nicht wir, wer dann? Ein politisches Manifest, München 2015, Ludwig Verlag.

Ehre und Rache. Eine Gefühlsgeschichte des antiken Rechts, Berlin 2017, Campus.



Aufsätze


Aggressiver Humanismus. Von der Unfähigkeit der Demokratie, große Menschenrechtler hervorzubringen. In: Bierdel, Elias/Lakitsch, Maximilian (Hrsg.): Wege aus der Krise. Ideen und Konzepte für Morgen (Dialog. Beiträge zur Friedensforschung 63), Wien/Münster 2013, S. 105-119.

Unsere Waffen sind Ideen. In: DIE ZEIT (Nr. 52), 23.12.2015, S. 61.

Ein Manifest der Menschenrechte. Brandschrift mit vier Thesen über den Umgang der deutschen Medien mit Menschenrechtsthemen. In: Glocalist Nr. 256 [08.02.2010], S. 7-9.

Illegale Maßnahmen II. Über die richtige Medikation politischer Aktionskunst, auf: zkm.de

Rachedesign. Vom äußeren Fremdzwang zum inneren Gefühl, in: Milev, Yana (Hrsg.): Design Kulturen. Der erweiterte Designbegriff im Entwurfsfeld der Kulturwissenschaft, München 2013.

Wir haben das Theater, um nicht an der Wirklichkeit zugrunde zu gehen, in: nachtkritik vom 19.8.2015. Die Textfassung geht zurück auf einen Vortrag vom 18.2.2015 bei "Phantasma und Politik #10 – Das Recht der Kunst" im HAU Berlin.

Die Ehre im Leib. Raum und Körper als Kampfzonen politischer Superiorität, in: Feist, Ulrike/Rath, Markus (Hrsg.): Et in imagine ego, Facetten von Bildakt und Verkörperung. Festgabe für Horst Bredekamp, Berlin 2012.

Die Zukunft eines Verbrechens. Zur Gefühls-, Begriffs- und Imagebildung von Genoziden, in: Ismail, Nadia/Schuhmacher-Chilla, Doris (Hrsg.): Töten. Darstellbarkeit eines Prozesses?, Oberhausen 2012.

Wir haben das Theater, um nicht an der Wirklichkeit zugrunde zu gehen. Vortrag im Rahmen von „Phantasma und Politik: Das Recht der Kunst“ am HAU Berlin, auf: nachtkritik.de

Was ist politische Schönheit? Die Zukunft als Nährboden der höchsten Form aller Künste – Politik, in: Besand, Anja (Hrsg.): Politik trifft Kunst. Zum Verhältnis von politischer und kultureller Bildung, Bonn 2012 [= Schriftenreihe Band 1242 der Bundeszentrale für politische Bildung], S. 94-103.

Beauty in the Political Sciences. The insufficiency of contemporary accounts and the premature death of a category, in: Cuffe, James / Horvath, Agnes (Hrsg.): Reclaiming Beauty: Collected Essays in Political Anthropology. Band I, Florenz 2012 (= Journal of International Political Anthropology).

Offener Brief an den UN-Generalsekretär, in: Der Spiegelfechter, 12.05.2010.

Die Symptome des Jahrhunderts. Rückblick einer Gefühlshistorikerin aus dem Jahr 2051, in: Die Gazette. Das politische Kulturmagazin, Heft 35, München 2012, S. 67-72 (= Skript für das gleichnamige Theaterstück am Maxim Gorki Theater).

Der vierte Genozid. Krise im Sudan, in: The European, 12.10.2010.

Mind your own Business. Der Sudan und die Afrikanische Union, in: The European, 02.07.2011.

Die Laboratorien der Weltgeschichte. Politische Rache, die Wiederherstellung der Ehre und Antworten auf Genozide, in: Rathfelder, Erich u. Bethke, Carl (Hrsg.): Bosnien im Fokus. Die zweite politische Herausforderung des Christian Schwarz-Schilling, Berlin/Tübingen 2010.

Hobbes‘ Antwort. Die Seele, der Ruhm und die "Haltung des Krieges", in: Springmann, S./Trautsch, A. (Hrsg.): Was ist Leben? Festgabe für Volker Gerhardt zum 65. Geburtstag, Berlin 2009.


"Die Kernthese: Erst der Mut zur Humanität macht beim Menschen Schönheit sichtbar!"
ORF